Stars wollen gepflegt werden
Der eigentliche Star aus dem kleinen Horrorladen ist Audrey II, eine sehr ungewöhnliche und eigenwillige Pflanze mit ganz besonderen kulinarischen Gelüsten. Erfüllt man diese, dann wächst sie zu einer unglaublichen Schönheit heran.
Für die diesjährige Produktion der West Austrian Musical Company ist es uns gelungen, einen ganz besonders passenden Kooperationspartner zu uns an Board zu holen:
Rosen-Waibel,
Mäder
Und genau dort können Sie Ihre ganz persönliche "Audrey II" ewerben!
Die Venusfliegenfalle
Grundsätzlich ist es bei der Kultivierung fleischfressender Pflanzen wie bei anderen Pflanzen auch: alle Pflanzenarten brauchen an ihre Lebensverhältnisse angepasste Bedingungen. Jeder der in seinem Heim oder Garten Pflanzen hat, hat diese Erfahrung sicher schon selbst gemacht. Bei fleischfressenden Pflanzen gibt es aber einige besondere Grundsätze, welche jeder beachten sollte.
Lichtverhältnisse:
Fleischfressende Pflanzen benötigen meistens sehr helle Standorte. Das kann auch mit entsprechendem Kunstlicht, wie z.B. Leuchtstoffröhren mit UV Anteil oder Natrium Hochdruckdampflampen recht gut erreicht werden. Bei sonnigen bzw. hellen Räumen ist eine zusätzliche Beleuchtung normalerweise nicht notwendig. Allerdings sollte man seine Pflanzen beobachten, denn oft ist das vermeintlich ausreichende Licht eben doch nicht genug und die Pflanzen können verkümmern.
Luftfeuchtigkeit:
Die Luftfeuchtigkeit spielt bei den meisten Arten fleischfressender Pflanzen eine große Rolle, obwohl sich in dieser Angelegenheit die Geister durchaus scheiden. Es sollte auf jeden Fall versucht werden, die Luftfeuchtigkeit annähernd auf ein Niveau zu bringen, das auch an den natürlichen Standorten der jeweiligen Art zu finden ist. In Wohnungen mit sehr trockener Heizungsluft ist die Kultivierung in Glasgefäßen (z.B. Aquarien, größere Gläser) sehr zu empfehlen. Dabei sollten die Gefäße jedoch nie ganz verschlossen werden, da sie bei starker Sonneneinstrahlung sehr schnell überhitzen können und man vor lauter Kondenswasser an den Scheiben seine Pflanzen wohl kaum noch erkennen kann.
Pflanzensubstrat:
Die natürlichen Standorte fleischfressender Pflanzen sind sehr häufig Moor oder Sumpfgebiete. Sie wachsen dort auf Böden, welche meist leicht sauer sind. Die Substratgrundlage dieser Feuchtgebiete besteht zum Großteil aus Torf. Darum empfiehlt es sich, den Pflanzen auch in heimischen Gefilden eine nahezu natürliche Grundlage zu bieten. So wird meist eine Mischung aus Hochmoortorf und Quarzsand verwendet. Verwenden Sie niemals normale Pflanzenerde! Bei verschiedenen Arten verwendet man auch noch Zusatzstoffe wie Vermiculite, Perlite, Korkschrot und Ton. Da die meisten Karnivoren sehr empfindlich auf Düngung reagieren ist es ratsam, weitestgehend darauf zu verzichten. Deshalb sollte man auch darauf achten, dass beim gekauften Torf keine Zusatzstoffe enthalten sind
Gießwasser:
Beim Gießwasser ist es wichtig, dass man möglichst kalkarmes Wasser verwendet. Am besten geeignet ist Regenwasser. Leitungswasser oder Grundwasser schadet auf Dauer dem Pflanzensubstrat.
Temperatur:
Es ist sehr schwer, eine allgemeine Aussage zu den richtigen Kulturtemperaturen zu treffen, da die Standorte fleischfressender Pflanzen sehr unterschiedlich sind. Grundsätzlich fühlen sich die meisten Karnivoren bei Temperaturen zwischen 20-25°C im Sommer und 10-18°C im Winter recht wohl. Es gibt jedoch auch Arten, welche im Winter eine stärkere Temperaturabsenkung benötigen. Dazu gehört z.B. die Dionaea (Venusfliegenfalle), die im Winter einen sehr kühlen Standplatz bei ca. 4-10°C braucht.


